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Thomas Bernhard

Thomas Bernhard, geboren am 9.2.1931 in Heerlen, Niederlande, verbrachte die schönsten Jahre seiner Kindheit im Land Salzburg, in Seekirchen, das er in seiner Autobiographie als „Paradies“ bezeichnete.

Mit dem Eintritt in das Schülerheim Johanneum im Jahr 1943 erlebte er die Kriegszeit in der Stadt Salzburg: 1947 verließ Bernhard das Gymnasium und ging in die „entgegengesetzte Richtung“. Er nahm im damals ärmsten und verrufensten Wohnviertel der Stadt die Lehre in einem Lebensmittelgeschäft auf. Dort erkrankte er an einer schweren Rippenfellentzündung, aus der sich später eine Lungentuberkulose entwickelte. Als todkrankem Achtzehnjährigen wurde ihm im Salzburger Landeskrankenhaus die Letzte Ölung gespendet. Über zwei Jahre andauernde Aufenthalte in der Lungenheilanstalt Grafenhof in St. Veit im Pongau folgten. Zu dieser Zeit hatte Bernhard bereits begonnen, erste Gedichte zu schreiben. Nach der endgültigen Entlassung aus der Lungenheilanstalt verbrachte er in Salzburg mit der Tätigkeit als Journalist beim „ Demokratischen Volksblatt“ und dem Musik-, Schauspiel- und Regiestudium am Mozarteum seine „Lehrjahre“ für die spätere Arbeit als Romancier und Dramatiker.

Zwischen 1972 und 1986 wurden insgesamt fünf seiner Theaterstücke bei den Salzburger Festspielen uraufgeführt. Salzburg prägte den streitbaren und umstrittenen Schriftsteller, der seiner Auseinandersetzung mit Stadt, Land und Menschen immer wieder durch leidenschaftliche Kritik Ausdruck verlieh. Gestorben ist er am 12.2.1989 in seiner Gmundner Wohnung an den Folgen seiner langjährigen Lungen- und Herzerkrankung.

Thomas Bernhard ist in Wien-Grinzing begraben.

www.thomasbernhard.at